F.A.Q.
Abkürzungen

Anatomie

Fachbegriffe

Krankheiten


Abkürzungen


Abkürzungen

DNZ = Deutsche Nachzucht

ENZ = Eigene Nachzucht

NZ = Nachzucht

WF = Wildfang

KL = Körperlänge

N1 N2 N3 = Nymphenstadium 1,2 oder 3

TCF = Traditional Color Form

RCF = Red Color Form

DCF = Dark Color Form

LCF = Light Color Form

RH = Reifehäutung

RLF = relative Luftfeuchtigkeit

Sling = Spiderling

Adult = Geschlechtsreif

Temp = Temperatur

Terri = Terrarium

VS = Vogelspinne





Anatomie


Anatomie

Der Körperbau:
Kopf-Brust-Stückes), dem Sternum (Brustschild auf der Unterseite des Cephalothorax), Chelizeren und Giftklauen. Außerdem befinden sich am Vorderkörper die Pedipalpen (Taster), die Mundwerkzeuge und die acht Beine. Das Opisthosoma oder auch Abdomen genannt bildet den Hinterleib.

Der Carapax:
Der Körper einer Vogelspinne gliedert sich in folgende Bestandteile: Das Prosoma (Vorderkörper) es wird gebildet aus dem Carapax (Deckel des Auf dem Carapax sind an der Vorderseite die Augen angeordnet. Bei den Vogelspinnen handelt es sich bis auf wenige ausnahmen um acht Augen, die zusammen auf dem sogenannten Augenhügel angeordnet sind. Hierbei unterscheidet man unter den Vorderseitenaugen, Vordermietelaugen, Hintersitenaugen und den Hintermittelaugen, wodurch die Vogelspinnen sozusagen einen fast 360°- Blick besitzen. Auf dem Carapax befindet sich auch eine sogenannte Thoraxgrube, welche eine Vertiefung im Carapax darstellt, dieser Thoraxgrube ist die Ansatzstelle für den darunterliegenden Saugmagen der Vogelspinne.

Chelizeren und Giftklauen:
Das erste Gliedmaßen am Prosoma bilden die Chelizeren, Sie bestehen aus Grundglied und Klaue, wobei beide Teile unabhängig voneinander bewegt werden können. Die Giftdrüse sind in den Klauen und Teilweisen noch im Grundglied enthalten, beim Zubeißen werden beide Klauen herausgeklappt und ins Beutetier gestoßen, hiebei wird gleichzeitig das Gift injiziert. Um beim Zermalmen der Beute behilfreich zu sein, ist das Grundglied außerdem mit Cuticulazähnen besetzt.

Pedipalpen und Mundwerkzeuge:
Die zweiten Gliedmaßen am Prosoma bilden die Pedipalpen (Taster), Ihrer Gliederung nach entsprechen sie fast den Laufbeinen und werden auch zum Laufen eingesetzt, aber jedoch im Gegensatz zu den Laufbeinen besitzen sie nur sechs Glieder. Bei adulten männlichen Vogelspinnen ist das letzte Glied zum Begattungsapparat umgebildet es besitzt dann sogenannte Bulben.

Laufbeine:
Die Laufbeine einer Vogelspinnen entspringen fächerförmig aus der weichen Verbindung zwischen Carapax und Sternum, jedes von den Laufbeinen besitzt sieben Glieder (siehe Fachbegriffe). An dem Ende des Tarsus befinden sich je nach Art 2-3 Tarsalklauen, die meistens gezähnt sind und bei Bedarf eingezogen werden können. An den Laufbeinen einer Vogelspinnen befindet sich eine Vielzahl von Sinneshaaren.

Stridulationsorgan:
Einige Vogelspinnenarten haben die Möglichkeit, durch Borsten und/oder Dornen, die an der Außen oder Innenseite der Chelicerengrundglieder und/oder auf der Coxa, dem Trochanter des Tasters und/oder der ersten beiden Beine, selten auch an Bein 3 und 4 gelegen sind, zischende Geräusche zu erzeugen.

Opisthosoma oder Abdomen:
Der Hinterleib, einer Vogelspinne, ist in eine dehnbare Hülle gekleidet, die Herz, Mitteldarm mit seinen Darmblindsäcken, Buchlungen und die primären und sekundären weiblichen und primären männlichen Geschlechtsorgane beinhaltet, die Spinnenwarzen sind an ihm auch befestigt.

 





Fachbegriffe


Fachbegriffe

Abdomen = Hinterleib

Adult = geschlechtsreif

Bock = Bezeichnet ein Männchen

Bulbus = männl. Geschlechtsorgan (an den Tastern)

Carapax = Chitinplatte auf dem Vorderkörper

Cephalothorax = Vorderkörper

Chelizeren = Beißwerkzeuge

Coxa = erstes Beinglied (Hüfte)

Epigastralfurche = Querfurche auf der Unterseite des Abdomens, Geschlechtsöffnung

Exuvialflüssigkeit = enzymhaltige Flüssigkeit, die bei der Häutung entsteht

Exuvie = abgestreifte Haut (nach einer Häutung)

Femur = drittes Beinglied

Haemolymphe = Körperflüssigkeit (das "Blut" der Vogelspinne)

Labium = Unterlippe

Larve = erstes Stadium nach dem Schlupf aus dem Kokon

Metatarsus = sechstes Beinglied

Ophistosoma = siehe Abdomen

Patella = viertes Beinglied

Prosoma = siehe Cephalothorax

semiadult = siehe subadult

Spermathek = weibl. Geschlechtsorgane zur Aufnahme des Samens

Spiderling = Jungspinne

Sternum = Chitinplatte auf der Unterseite des Vorderkörpers

Stigma = Atemöffnung

Stridulation = Erzeugung von Lauten durch Bewegen von Tastern oder Beinen

subadult = Jugendstadium vor der Geschlechtsreife

Tarsus = Fußglied

Taster = Gliedmaßen zwischen dem ersten Laufbeinpaar

Tibia = fünftes Beinglied

Trochanter = zweites Beinglied





Krankheiten


Pilzbefall

Selbst bei gesunden Tieren kann Pilsbefall auftrete. Besonders feuchte ohne befriedigende Luftzirkulation und zu kühle Temperaturen können zu Pilzbefall führen. Als Erstes werden meist die Haare der Patellen (4. Beinglied vom Körper an) und am Cephalothorax (Vorderkörper) befallen. Von dort aus verbreiten sich die Sporen über die ganze VS, vor allem dort, wo Verletzungen sind.

Symptome:
die anfänglich Kleinen weißen oder grauen stellen werden innerhalb von 2-3 Wochen größer. Der Stoffwechsel des Pilzes führt zu einer Vergiftung des Organismus der VS. befallene VS verhalten sich anfangs normal. Aber nach einiger Zeit liegen sie nur nochapathisch in einer Ecke des Terrariums, im Endstadium reagieren sie nicht mal mehr auf Störungen.


Therapie:
Umsetzen in einen gesäuberten, frisch eingerichteten Behälter mit einer großen Lüftungsfläche Oder die kleinen Stellen mit Isopropanol (Alkohol aus der Apotheke) bepinseln und die Besetzten stellen gleich danach mit Watte oder mit Fließpapier abgetrocknet.Dieser Kampf ist fast aussichtslos, da die auftretenden Krankheitsbilder sehr vielfältig sind und Ursachen kann man nicht immer erkennen.





Milben

Sind leicht zu erkennen, sie sitzen häufig an den Gelenkhäuten der VS. Die Perforierung der Spinnenhaut durch den Stechrüssel der saugenden Milben macht sie für Krankheitserreger durchlässig.

Therapie:
eine befallene VS muss man gut beobachten, bei einem Positionswechsel kann man die Milben mit einer kleinen Pinzette zerdrücken. !Niemals eine festgesaugte Milbe von der VS abreißen! Milben sind in der Regel symbiotisch mit der VS vereinigt (sie bekommen Futter und halten dafür die Chelizeren der VS sauber) nimmt der bestand dieser Milben übermäßig zu, entfernt man sie mit einem Pinsel und ändert die Haltungsbedingungen etwas. Normalerweise verringert sich der Milbenbestand bei einer korrekten Terrarienhaltung von selbst.





Nematoden

diese nur Zehntelmillimeter großen Fadenwürmer treten in der Natur fast überall auf. Manchmal kommt es in der VS zu einer explosionsartigen Vermehrung.

Symptome:
merkwürdiges Verhalten der VS, Putz- und Fressbewegungen der VS, obwohl sie nichts bekommen haben. Im Terrarium fallen Fliegen auf die zu den Buckelfliegen gehören, sie sind meist Auslöser einer Epidemie.

Therapie:
die VS werden in einzelne Behälter umgesetzt, die absolut dicht schließen, eine Grundreinigung der Terrarien ist Pflicht und die Vernichtung aller nicht zu desinfizierenden Gegenständen (Korkmaterial, Erdreich und Pflanzen). Leider müssen alle befallene VS bis zur Verendung in den Behältern bleiben und mit ihnen entsorgt werden.





Suche Anmeldung Seite zuletzt geändert am: 07.02.2012, 23:15 von Ümit